Wir waren heut’ am Meer! :-)

Achtung: Sehr viele Buchstaben werden im Folgenden auf Ihre Netzhäute prasseln. Bitte kontaktieren Sie Ihren Augenarzt, bevor Sie eventuell erhebliche Schädigungen Ihres Sehvermögens in Kauf nehmen! 😉

Genauer gesagt waren wir im Felsenmeer! (Hier auch mehr bei Wikipedia)

Mal wieder, müsste ich sagen. Denn wir sind da zwar nicht gerade regelmäßig, aber als unsere Großen noch kleiner waren (und es keine Frage war, ob sie Lust haben mitzukommen!), da waren wir auch schon ein paar Mal dort. Ich selbst bin als kleiner Kerl mit meinen Eltern auch immer mal wieder dort herumgekraxelt und fand es immer richtig toll, auf diesen Felsen den (großenteils sehr steilen) Hang hoch und runterzuklettern.

Heute wollten unsere drei Großen nicht mit (der Älteste ist auch nicht wirklich fit und schleppt ’ne blöde Erkältung mit sich rum) und Nummer Vier ist auswärts bei seinem Freund für das Wochenende.

Also haben wir unsere vier Kleineren in unser schneeweißes „Schneeflöckchen“gesteckt (nach dem mein kleiner Töff von den Kindern „Lightning (McQueen)“ genannt wird, durfte unsere Familienkutsche natürlich nicht ohne einen eigenen Spitznamen bleiben. Und auch wenn ein Ford Transit nun nicht gerade zierlich gebaut ist, hat es den kleinen Mädels kein anderer Name so angetan wie Schneeflocke. 😉 (Wobei, um diesem Namen wieder gerecht zu werden, müsste die Flocke mal wieder in die Waschinganlache!)), eine lose Verabredung mit Bekannten war am Freitag getroffen worden und los ging es gegen Mittag auf die Autobahn gen Bensheim und dann rein in den Odenwald. Dabei sind wir auch ziemlich nah an Frau Waldspecht vorbei gekommen, aber sie hat wohl gerade nicht aus dem Fenster geschaut. 😉

Das Felsenmeer ist, wie oben bei den Links nachzulesen ist, ein Berghang, ziemlich steil, an dem eine riesige Menge Felsen von fast ganz oben bis fast ins Tal herum liegen, so als hätten einige Riesenkinder ihre Kieselsteine oben auf dem Berggipfel ausgeleert und alle an dieser Seite des Bergchens herunterkullern lassen. Man kann einen „Spazierweg“ in Serpentinen hoch laufen, aber viel mehr Spaß macht es, auf und zwischen den Felsen herum und rauf zu klettern. Man kann so den ganzen Hang bis nach oben kommen, fast ohne den Erdboden berühren zu müssen.

Mit den Kindern haben wir es bisher noch nicht geschafft, bis ganz nach oben zu kommen. Es war eben immer ein (zu) Kleines dabei, das den Weg nicht alleine schafft und auch nicht hoch getragen werden kann. Heute sind die beiden größeren Kleinen alleine ungefähr die halbe Strecke hoch gekommen. Frau Mittelpunkt ist mit unserem Mini und meinereiner mit unserer kleinsten Prinzessin etwa ein Viertel der Strecke hoch geklettert. Die Minis haben im Vergleich zum letzten Jahr enorme Kletterfähigkeiten bekommen und brauchten nur wenig Hilfe und etwas Aufsicht dabei. Und die größeren Ladys waren sowieso wie kleine Geisslein unterwegs. 🙂

Nach einer kleinen Rast hat mich mir Frau Mittelpunkt hochgescheucht erlaubt, den weiteren Aufstieg ohne Anhängsel (aber mit dem schweren Rucksack, der die Hälfte des Proviants beinhaltete) zu versuchen.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich lange nicht mehr so fit bin, wie noch vor neun Jahren, als ich noch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren konnte, und daher auch konditionell erheblich abgeschwächelt habe und außerdem inzwischen auch in erheblichem Umfange dem Alterungsprozess Tribut zollen muss. Daher war es durchaus zwar schon ein eigener Wunsch, diesen Berg endlich einmal wieder bewusst bezwungen zu haben (ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, ob ich es als Kind / Jugendlicher mal geschafft habe! 😦 ). Andererseits ist es in meinem greisen Alter ja nicht ungewöhnlich, dass sich die Herrschaften in einem Anfall von ichmussesjetztnocheinmalwissen gesundheitlich übernehmen und von professionellen Rettungskräften versorgt werden müssen (oder gar in Gänze die diversen Löffel abgeben)!

Nun war der erste Teil mit den Kleinen zusammen zwar nicht gerade ein lockerer Spaziergang, aber doch sehr angenehm verlaufen. Die Geschwindigkeit der kleinen Prinzessin und die vielen kleinen Pausen, in denen erst einmal der richtige Weg für die kleinen Beinchen gefunden werden musste, haben das Tempo auf einem gesunden Maß gehalten. Und schon nach einigen Höhenmetern ohne „Bremsklötzchen“ hat mir meine Pumpe schnell klar gemacht, dass ich besser dieses bewährte Tempo beibehalten und nicht dem jungendlichen Wahn anheim fallen sollte, den Rest der (noch ziemlich langen) Strecke wie Siegfried persönlich hoch zu stürmen.

Nach dem ich diese Erkenntnis auch tatsächlich in die Praxis umgesetzt hatte, habe ich es in der Tat geschafft, bis ganz nach oben und sogar noch darüber hinaus zu kommen!!! 😀 Das war dann doch schon ein erheblich tolles Gefühl, nicht nur den inneren und äußeren Schweinehund überwunden zu haben, sondern auch eine unsichere Erinnerung durch tatsächlich erlebte Gipfelerreichung ersetzten zu können! 🙂 (Abgesehen davon das es das männliche Ego natürlich auch ein wenig gestreichelt hat! *doppelbreitgrins*)

Der Abstieg verlief um einiges leichter und machte richtig Spaß. Wieder vereint (Frau Mittelpunkt war inzwischen mit den Kleinen zur Brücke auf der Hälfte der Strecke hochgespazierwegt. Immer noch steil genug übrigens!!!)  haben wir unsere mitgebrachten süßen und herzhaften Verzehrmittel gemeinsam reduziert und noch einige nette Minuten mit unseren Bekannten verbracht (,die ob anderer Altersstruktur mit ihren Kindern die meiste Zeit eigenständig gekraxelt sind).

Erschöpft und zufrieden sind wir dann wieder gen Heimat getöfft und gerade ist Frau Mittelpunkt dabei die süßen Kleinen per Vorleseeinschläferung zur Ruhe zu bringen. Verdächtigerweise sind die aber noch gar nicht eingeschlafen! Hm …

Milchfläschchenmach-Break: Der Mini ist noch wach und es verlangte ihn nach seinem Fläschlein. Die kleinste Mädchenmaus ist schon selig eingeschlafen.

So, falls nun jemand bis hierhin durchgehalten und alles gelesen hat, habe ich hier noch eine Hand voll Fotos, die vielleicht wie eine kleine Belohnung die armen Augen entspannen lassen! 🙂  (ALLE die NUR heruntergescrollt haben: SOFORT WEGGUCKEN!!!)


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Über Michael

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates) ... aber davon ganz schön viel!!! ;-)
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4 Antworten zu Wir waren heut’ am Meer! :-)

  1. ute42 schreibt:

    Eine schöne Landschaft mit riesengroßen Steinen. Ich bin ganz außer Atem, aber mutig mit euch den Berg hochgeklettert. Gratulation zu deiner Leistung. Wie haben das die Kleinen geschafft, die Steine sind ja vieeeel größer als sie selbst.

  2. rabenhaus schreibt:

    Odenwald? Ich lese immer Odenwald! 4 nicht enden wollende Jahre habe ich im kleinen davon gelebt – und war dann froh wieder plattes Land unter den Füßen zu haben… Das Felsenmeer ist mir allerdings nicht untergekommen. Die Steine oder Felsen sehen so glatt und geschmeidig aus – muss Spaß machen dort herumzukraxeln. Als gebürtiger Flachländler würde ich aber nicht einmal 1/10 der Strecke schaffen – dann doch lieber Wattwandern 🙂

  3. Nervtoeterin schreibt:

    Wie genial ist das denn? Da muss ich mit meinen Enkelminis mal hin, unbedingt. Das schaff ich dieses Jahr. So weit ist der Odenwald ja nicht von Köln. Ich flieg einfach bei einer Freundin ein, die in Michelstadt wohnt und zwing sie, dorthin mitzukommen. Danke für den Tipp.

  4. Michael schreibt:

    @Ute: Immer schön langsam machen! 🙂
    Danke schön! Die Kleinen finden da schon ihre Wege. Und wo es eben nicht weiter geht, ist ja Mama oder Papa da! 🙂 Wobei, die kommen ja noch durch jeden Ritz durch, da muss die Aufsicht dann aufpassen, dass sie hinterher kommt!!! 😉

    @Rabea: Das ist nördlich von HD. 🙂
    Man muss ja auch nicht von unten bis ganz oben klettern. Auch wenn man irgendwo einfach Pause macht und wieder runter kraxelt, ist der Spaß groß! 🙂
    Und auch so ein Flachlandtiroler wie Du sollte ein paar Höhenmeter problemlos schaffen, oder? 😉
    Was für Watte wandert ihr denn? Kilo- oder Megawatt? 😉

    @Nervtoeterin: Hallochen und willkommen!
    Ja, das wird sicher ein toller Ausflug! Enkelminis sind dort sicher gut ausgelastet (und Omas, etc. auch 😉 )!

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