Premiere

Vielen haben wohl schon davon gehört. Einige kennen auch jemanden, der das schon gehabt hat. Manche waren vielleicht sogar schon selber da drin.

Von was ich da rede? Das Stichwort lautet: Kernspintomographie. Oder auch: Magnetresonanztomographie.

Ist beides das selbe. Und gestern hatte ich das Vergnügen, meinen immer noch nicht wieder normal „verheilten“ Fuß in so eine Gerätschaft zu stecken und gute zwanzig Minuten ganz still und bewegungslos zu halten. Was gar nicht so einfach ist, da selbst die bequemste Lage auf Dauer nach ein wenig Veränderung ruft und man sich aber so gar nicht mal eben anders hinlegen darf bzw. kann. Und so richtig bequem den Fuß in die dafür vorgesehene Halterung ablegen ging irgendwie nicht. Daher musste ich schon die meiste Zeit gegen den Wunsch ankämpfen, den Fuß etwas zurecht zu rutschen und die Stelle, an der eine Kante trotz Polster in die Wade drückte, zu entlasten.

Auch nicht so sehr angenehm daran sind die sehr lauten Geräusche, die so eine Höllenmaschine macht! Rein akustisch wird da mit einigen ganz großen Hämmern auf den Fuß eingedroschen! 😉 Ein Kopfhörer dämpfte zwar einiges und die Musik bzw. beruhigenden Einspielungen halfen etwas, den Lärm erträglich zu halten. Aber dennoch war ich froh, als es fertig war und ich wieder aus der Röhre raus durfte.

Am aller lästigsten war aber die Kanüle, über die mir ein Kontrastmittelchen in die Blutbahn gegeben wurde. Die junge Weißkittellady hat den Zugang zwar (trotz meiner familiär geerbten Zurückhaltung, Venen zum Einstechen zur Verfügung zu stellen) gut und weitgehend schmerzfrei gelegt, aber sich mit der Nadel im Arm auf dieser schmalen Liege umzudrehen, weil kurzfristig doch ein anderer Fußteil gedingst werden sollte, fühlte sich nicht schön an. (Nachtrag: Und nach ein paar Tagen sieht die Einstichstelle total schlimm aus! Dunkelblau-lila gefleckt in der Armbeuge!)

Ach ja, diese Untersuchung hat übrigens auch keine Ursache für die immer noch andauernde Schwellung in den Fußweichteilen aufgezeigt. Eigentlich sollte ja schon längst alles wieder ok sein. Ist es aber nicht und ich laufe mal fast normal, dann wieder wie ein Invalide herum und lege das Bein öfter mal hoch, damit der Druck und die Schwellung wieder nachlassen. 😦

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Über Michael

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates) ... aber davon ganz schön viel!!! ;-)
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4 Antworten zu Premiere

  1. Rabenhaus schreibt:

    Oh ja, diese Höllenmaschine kenne ich auch. Musste wegen eines sehr schlimmen Bandscheibenvorfalls in eine solche Röhre kriechen. Leute mit Platzangst werden sicher am anderen Ende gleich wieder rauswollen. Ich ertrugs gelassen, verzichtete auf Musik, atmete, die woher auch immer zugefächerte Frischluft ein und endschied mich, bevor ich in Panik verfiel, das Ding gut zu finden.
    Als der Riesenmagnet dann mit Kraft um mich herumwummerte schloss ich die Augen und dann passierte etwas Komisches: ich hatte das Gefühl zu schweben. Am Ende der 30 Minuten war ich irgendwie traurig, dass es vorbei war.

    Nun, als ich wieder herauskroch zeigten die wunderschönen Aufnahmen die hässliche Wahrheit und die nächsten 2 Jahre hatte ich nur noch Schmerzen. Doch auch das ging vorbei.
    Und bis heute frage ich mich, wie ein Magnet in meinen Körper schauen und Bilder machen kann.

    Ich wünsche Dir von Herzen schnelle Genesung
    Rabea

    • Michael schreibt:

      Ich finde es auch sehr wunderlich, dass damit in die Körper hineingeschaut werden kann. Irgendwie kann ich schon verstehen, wenn in früheren Zeiten irgendwelche Erfindungen als Zauberei angesehen wurden. Wenn man sich die heutige Welt so anschaut und mit gar nicht so lange her vergleicht, dann gibt es doch sehr viel, was lange als unmöglich angesehen war.
      Dass Deine Bekanntschaft mit dem Krachmacher eine so lange Leidensphase nach sich zog, tut mir leid und ich bin froh, dass es Dir nun besser geht.

      Danke auch für die guten Wünsche. Ich hoffe wirklich, dass sie bald wirken 🙂

  2. ute42 schreibt:

    Hoffentlich kann ich noch lange auf die Bekanntschaft mit diesem Gerät verzichten. Die schönen Spritzen-Tätowierungen kenne ich allerdings auch. Ich gebe überhaupt kein Blut her, bin halt ein sparsamer Schwabe. Also muss es auf dem Handrücken geholt werden. Der hat dann auch alle Regenbogenfarben :-)Weiterhin gute Besserung für dich.

    • Michael schreibt:

      Das wünsche ich Dir auch.

      Wir schwaben zwar nicht, aber die Einstichstellenherzeigefreudigkeit bzw. der Mangel derselben, liegt bei mir in der Familie. 🙂
      Und die Armbeugenoptik ist wirklich gewöhungsbedürftig.:-) Aber das wird hoffentlich bald wieder …
      Danke für die Besserungswünsche.

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