Wer gackert

muss auch legen — auch wenn er ein „Hahn“ ist! 😀

Also letztens hatte ich ja das Wort „Carbonfaserbürste“ in den Raum geworfen und damit gemeint, kryptisch eine neue Anschaffung zur Reinigung der Zahnzwischenraüme verschleiern zu können. Aber ganz falsch gedacht!!! Rabea Rabenhaus, mit allen Wassern gewaschene Raterabenmutter hatte dies ganz schnell durchschaut! Aber lieb und freundlich, wie sie nun einmal ist, hat sie mitgespielt und die entsprechende „Vermutung“ kundgetan. 🙂

Hier also die „Auflösung“:

DUALesSYStem

DUALesSYStem

Ok, ok, genug dumm geschwätzt. Du, Ute, hattest den richtigen Riecher (wobei Herr Google eigentlich nicht gilt! 😉 ) und was mit „Schallplatten putzen“ geschrieben. Rabea, Du warst ja so lieb, nicht in die gleiche Kerbe zu schlagen und hast so getan, als ob Du etwas anderes vermutest! 😉

Nach zwei bis drei gefühlten Ewigkeiten habe ich uns wieder mit einem etwas besseren Abspielgerät für unsere alten Musikschallplatten ausgestattet. (Das vor ein oder zwei Jahren gekaufte Teil für meine alten, zerkrazten Märchenplatten zähle ich da nicht. Wobei es durchaus seine Berechtigung und Vorteile hat: Kein Ärger, wenn was nicht so vorsichtig benutzt wird und unabhängig von der Stereoanlage, weil eigene Lautsprecher eingebaut!)

Inzwischen hat man ja oft nur die Wahl zwischen absoluten Billigteilen und (fast) unbezahlbar teuren (>1.000,- Euronen) Abspielern. Ich habe mit 120,- Talern einen „Billig“-Nachbau des Technics-Originals, welches locker das zehnfache kostet, erstanden. Und ich muss sagen, für meine Ohren (und restliche Installation; sprich Anlage) reicht das Ding locker! Es hat einige – für mich – neue Funktionen (wie das separate Einschalten des Gerätes an sich und das eingeständige Starten/Stoppen des Plattentellers per Knopfdruck; Licht für den Tonabnehmer einschaltbar und so weiter) und lässt sich „normal“ an (m)eine Stereoanlage und per USB an beliebige Kommputer anschließen.

Das zweitere habe ich aus Zeitmangel noch nicht versucht, ist aber laut Anwenderberichten total einfach und simpel. Das „Aufnehmen“ der Schallplatte auf den Computer ist zwar deutlich aufwändiger, als eine CD in iTunes zu importieren, aber soll in vielen Fällen um Welten bessere Klangfülle ergeben, als viele modern abgemischte CDs.

Und um das mal selbst erleben zu können  (und damit kommen wir zum zweiten Teil der erwähnten Luxusanschaffung) habe ich mir eine aktuelle Vinyl-Platte UND das gleiche als CD gekauft. Gerade bei dieser Platte (von Imagine Dragons) soll es echt große Unterschiede zwischen der LP und der CD geben (LP = besser 🙂 ).

Für ein richtig intensives Vergleichen (so mit Kopfhörer und direkt nacheinander hören eines Liedes über die Boxen, usw.) hatte ich leider noch keine Zeit (und Ruhe), aber der erste Eindruck scheint zu bestätigen, dass die CDs nicht so „fein“ angemischt sind. Keine Ahnung, wie das wirklich läuft, aber es scheint schon so, als ob CDs „automatisch“ gesteuert abgemischt werden, während die LP noch mit Hand und Ohr bearbeitet wird.

Falls das jemand liest, der oder die Ahnung davon hat: Würde mich echt interessieren, ob dieser Eindruck bzw. die Ursachen dafür richtig sind. Bitte gerne kommentieren.

Jedenfalls sind in unserem Wohnzimmer nun wieder öfter einige alte Schätzchen zu hören, die lange Zeit in einer verstaubten Ecke auf ihre Wiederentdeckung warten mussten. Und vielleicht kommen ja im Laufe der Zeit noch ein paar neue Vinylscheiben dazu … 😉

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Über Michael

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates) ... aber davon ganz schön viel!!! ;-)
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4 Antworten zu Wer gackert

  1. rabenhaus schreibt:

    nein, natürlich habe ich nicht geguuugelt – raten ist doch viel schöner !

    Also ich besitze keine einzige Schallplatte mehr, und habe von den schwarzen Dingern so viel Ahnung wie eine Kuh vom Fliegen. Ich weiß aber noch, dass, als die CD damals rauskam, ein Aufschrei ob der schlechten Tonqualität durch die Musikfangemeinde ging. Irgendwie ist mir noch im Ohr, dass der Grund darin läge, dass eine CD im Gegensatz zu einer LP nicht so viele feine Tonnuancen wiedergeben kann. Mag auch sein, dass der Laser hier schwächelt, der die Töne aus der CD brennen muss… ich weiß es nicht mehr genau – jedenfalls sollen die Unterschiede – gerade bei Konzertmusik – gravierend sein.

    Aber sach mal, wenn ihr doch noch Schallplatten besitzt und auch über ein altes Abspielgerät verfügt, dann bau doch für Deine Kids mal ´n Grammophonersatz. Wir haben das als Kinder gemacht (wenn mal wieder alle Nadeln vom Tonarm durchgenüddelt waren): feine Nähnadel genommen, Trichter aus Papier gedreht, Nadel eingeklebt mit Tesa, Trichter mit Nadel an Tonarm vom alten Plattenspieler geklebt -mit Tesa-, alte Schallplatte aufgelegt, Nadel positioniert und tata, fertig ist das Grammophon. Also ich fand das damals total genial! Und die gefühlten 5 Märchenschallplatten haben das ewig mitgemacht :mrgreen:

    • Michael schreibt:

      Ist ja wirklich lustig! Die Sache mit der Nadel-Papier-Grammophon-Sache habe ich gerade erst in *duröhre* gesehen und gedacht: Müssten wir mal selber machen, aber nicht mit den guten Platten! 🙂

      Was die Unterschiede zwischen CD und LP angeht: Ich denke, bei vielen Machwerken hören auch ambitionierte Hobbyhörer kaum Unterschiede. Wo es deutlich werden dürfte, wird wohl am ehesten bei Stücken die sehr leise und (sehr) laute Teile haben. Das ist überwiegend im Klassikbereich verbreitet.
      Ob es aber nun an der „Hardware“ – sprich CD, Laser, Digitial vs. LP, Nadel, analog – oder an der Art wie die Tonleute die Musik abmischen liegt, weiß ich nicht wirklich.
      Ich habe in der letzten Zeit häufiger gelesen, dass seit geraumer Zeit der „Loudness“-Faktor beim Mastern der Musik gleich miteingemixt wird. Also das, was bei manchen Stereoanlagen per Knopfdruck die Musik verändert wiedergibt. Einen guten Artikel (wie ich finde) habe ich hier (http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/Loudness-War) gefunden. Ab Mitte der ersten Seite wird das, was ich meine, ganz gut erklärt.

  2. ute42 schreibt:

    Wenn ich lese, welche Möglichkeiten es heute gibt, dann tut es mir tatsächlich leid, dass ich all die alten schönen Platten verschenkt habe.

    • Michael schreibt:

      Ja, das ist wirklich schade. Auch wir haben irgendwann etliche Platten entsorgt. Wobei ich sagen muss, dass es bei vielen nicht wirklich schade drum war. Aber vielleicht würde ich doch die eine oder andere heute noch aufgehoben haben. 🙂

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